Die Uni-Trennt

„Die Uni-Trennt!“

Passend zu den Nachhaltigkeitswochen an der Uni-Basel möchte ich euch mehr über meine Zeit an der Universität erzählen und über ein Projekt das mir besonders am Herzen liegt.

Im 2014/15 stieß ich, während einer Vorlesung, zum ersten mal auf Boost. Boost ist ein Förderprogramm an der Universität Basel, welches Projekte unterstütz, welche mit dem Thema Nachhaltigkeit zu tun haben. Das Thema war „Beste Reste, Abfälle gibt es nicht“, ich konnte mir damals noch nichts darunter vorstellen. Mir war aber klar, dass ich unbedingt an den Workshop gehen wollte um mir eine Meinung zu bilden. Ich nutzte die Gelegenheit um neue Leute kennen zu lernen und interessante Gespräche zu führen. Dabei lernte ich auch meine Projektpartnerinnen Myriam Ait-Yahia und Céline Mäder kennen. Wir hatten von Anfang an einen guten Draht zu einander und waren voller Tatendrang.

Wir kamen auf verschiedenste Ideen und entschieden uns für eine der verrücktesten. Der Grundgedanke war dabei, erst einmal herauszufinden was überhaupt im Abfall der Uni landet und wie gut das bestehende Recyclingsystem funktioniert. In einem weiteren Schritt sollte dann geklärt werden, ob und wie man das System verändern kann um eine eventuelle Verbesserung zu erzielen. So beschlossen wir also eine Müllanalyse durchzuführen.

In drei ausgewählten Gebäuden, der Universität-Basel, planten wir also Müllanalysen. Wir sammelten dabei den Abfall von mind. Drei Tagen und wählten dann nach dem Zufallsprinzip Müllsäcke aus. Dabei fanden wir beachtenswerte Mengen an Aluminium, Biomüll, Kunststoffe, Papier und Karton, Papierbecher und PET im Restmüll. Daraufhin suchten wir passende Recyclingmöglichkeiten, die sich gut in der Uni einbringen ließen. Diese testeten wir mit Module, die sich auf den Wertstoffen; Aluminium, PET, Papier und Restmüll beschränkten, da es leider noch keine Abnehmer für Kunststoff und Papierbecher in der Region Basel gibt.

Währenddessen gab es auch eine Sensibilisierungskampagne, für die wir unter anderen auch auf Social-Media warben. Bis heute wird die, für die Kampagne angelegte Facebookseite, noch regelmäßig besucht.

Zum Schluss wurde eine erneute Müllanalyse durchgeführt um zu schauen was die ganze Kampagne gebracht hat. Im ausgewählten Bio- und Pharmazentrum wurden 20% weniger Aluminium, gar kein PET und 98% weniger Papier im Restmüll gefunden. Der Anteil an Biomüll im Kehricht hatte um 20% zugenommen. Im Kollegienhaus nahm der Anteil an Aluminium im Restmüll um 75% ab, es wurden auch nur noch ein Viertel so viele PET-Flaschen wie am Anfang gefunden und es waren fast 90% weniger Papier im Kehricht. Der Anteil an Biomüll nahm um über 100% zu, da 2.5 kg Kaffeesatz im Kehricht entsorgt wurden.

Eine Lösung für das Problem der Papierbecher wurde gesucht, es fanden erste Abklärungen mit möglichen Abnehmern statt und die Möglichkeit einer Zusammenarbeit mit diesen Firmen wurde der Universität und der SV Group vorgeschlagen.

Im Großen und Ganzen, kann man von einem Erfolg sprechen. Wir haben es geschafft, die Studierend zum Recycling zu sensibilisieren, Erfahrungen zu sammeln und hatten dabei, wenn auch nicht immer, eine tolle Zeit.

Ich habe vieles dazu gelernt und bin an den verschiedenen Aufgaben immer wieder gewachsen. Es war sehr lehrreich und interessant mit Studierenden aus dem Master zusammen zu arbeiten. Ich konnte vieles von der Zusammenarbeit mitnehmen und hoffe es auch in späteren Projekten, anwenden zu können.

https://www.facebook.com/dieunitrennt/?ref=br_rs

2 thoughts on “Die Uni-Trennt

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.