Glas in Zanzibar

Herzlich Willkommen auch diese Woche wieder auf meinem Blog.

Ich hoffe ihr habt eure Neujahrsvorsetze nicht schon wieder über Bord geworfen und wenn ja wird es Zeit für ein paar neue Ziele. Man muss nicht immer alles auf einmal verändern, es reichen kleine Taten verteilt auf das ganze Jahr oder wie ich zu sagen pflege, a plaster a day!

Dieses Mal möchte ich wieder eine neue Reihe starten mit verschiedenen Dingen, welche mir meine Freunde und meine Familie vorschlagen, wie auch immer zähle ich da auch auf meine restliche Leserschaft, wenn ihr Ideen habt schreibt mir doch einfach wie immer in den Kommentaren.

Den ersten Post in dieser Reihe widme ich meinem Freund, er unterstützt mich und motiviert mich immer wieder weiter zu machen und nach dem ich nach langer Zeit, meinen Facebook Account wieder angeschaut habe, fand ich in meiner Nachrichtenbox, einen Hinweis zu der Organisation, bottle-up.

Die Reise führt uns diesmal auf die afrikanische Insel Zanzibar, wo die damaligen Touristen Hubert und Elisabeth van Doorne sich in ihren Ferien immer wieder über die Haufen an Glasflaschen, die sich auf der Insel zu vermehren schienen, beklagten. Eines Tages beschlossen sie aber nicht nur darüber zu sprechen, sondern auch tatsächlich etwas gegen das Problem zu unternehmen.

Zanzibar, ist eine vielschichtige, paradiesische Insel, welche viel Tourismus anlockt, dieser wiederum konsumiert in den grossen Hotels viel Essen und Trinken und produziert einiges an Glas-Abfällen. Da es zu wenig Möglichkeiten gibt Glas zu recyceln und auch keine passenden Container, sind die Glasflaschen fast schon ein Teil der natürlichen Vegetation geworden, damit wollten sich aber weder Elisabeth und Hubert, noch die lokale Bevölkerung zufriedengeben. So entstand die Organisation bottle-up.

Im September 2015, gingen sechs niederländische Designer, in Zusammenarbeit mit der niederländischen Designer Woche, nach Zanzibar. Dort kreierten sie zunächst wunderschöne Produkte aus leeren Flaschen, diese wurden wiederum auf der Insel verkauft, so konnte der Kreis geschlossen werden und die Touristen nehmen ihre Flaschen wieder von der Insel. Aber nicht nur den Touristen scheinen die upgecycleten Flaschen zu gefallen auch sonst scheinen sie Aufsehen zu erregen.

Das Problem mit diesen Kunststücken ist aber, dass nur ca. 2% der Flaschen auf der Insel für sie genutzt werden. Dies ist zwar ein Fortschritt aber bottle-up lässt sich nicht so leicht von der Mission abbringen, Zanzibar von ihren Flaschenbergen zu befreien.

Das nächste Ziel ist aus dem Glas Materialien herzustellen, welche auf der Insel verwendet werden können und somit auch auf weniger Materialien aus dem Ausland angewiesen zu sein.

So lancierten sie ein riesen Projekt im vergangenen Jahr um aus Glas, eine Art Backstein zu kreieren, um damit Häuser bauen zu können. Industrie Design Ingenieurin Lou Van Reemst, forschte an einer Mischung, welche den Standards genügen würde um damit bauen zu können. Innerhalb 6 Monaten, hat sie es dann geschafft ihre Masterarbeit zum Thema integriertes Produkt Design abzuschliessen.

Damit hat sie nicht nur eine ausserordentliche Arbeit geleistet, sie hat auch noch ein doppelt so starkes Material kreiert, welches auch noch mit dem Preis der Konkurrenz auf Zanzibar mithalten kann.

Zurzeit sind sie soweit, dass sie eine spezielle Maschine entworfen haben, welche ihnen beim zerkleinern des Glas hilft. Des Weiteren haben sie nicht nur herkömmliche “Backsteine“ hergestellt, sondern produzieren mit der Trending Terrazzo Linie, innovative und wunderschöne Backsteine. Das Material lässt sich nicht nur zum Bauen von Häusern verwenden, sondern auch Böden, Tische, Bänken und andere Möbelstücke.

Bottle-up ist ein weiteres Beispiel, wie aus einer Idee etwas Wundervolles entstehen kann. Ich finde es toll das diese Idee so gut umgesetzt werden konnte und hoffe natürlich, dass sich das Konzept auch auf andere Inseln übertragen lässt. Wie alle Organisationen brauchen auch sie Unterstützung und schon nur wenn ihr diese Idee teilt, ist es schon ein grosser Beitrag.

Hier zu den Bildern!

 

 

 

 

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