Plogging

Hallo und einen schönen Sonntag wünsche ich euch allen. Den letzten Sonntag des Januars würde ich gerne mit einer innovativen, lustigen wie auch motivierenden Idee beenden. Diese Idee ist nicht nur gut für die Gesundheit, sie zeigt auch, dass man mit kleinen Dingen Grosses erzielen kann.

Photo by Mārtiņš Zemlickis on Unsplash

Plogging so heisst der neue Trend aus Schweden, ist eine Kombination von Joggen und Müll aufheben und setzt sich aus dem schwedischen Wort “Plocka“ (“Aufheben“, “Sammeln“) und Jogging zusammen. Wie soll ich mir das vorstellen? Das war so in etwa mein erster Gedankengang, doch schon bald sah ich mir das erste Video an und begab mich schon nur vom Zuschauen, in einen besseren Gemütszustand. Die Idee mit einer Gruppe loszulaufen und die Stadt und die Natur, in der ich lebe aufzuräumen klang für mich grossartig, wer hätte auch gedacht, dass sich dieser Trend so schnell herumspricht, wie die Läufer mit ihren Mülltüten durch die Stadt rennen.

Nach einer bestimmten Zeit trifft man sich zur Auswertung und korrekten Entsorgung der ergatterten Beute. Ich finde es eine gute Möglichkeit sich fit zu halten und gleichzeitig was für die Umwelt zu machen. Im selben Zug schafft man wieder ein Bewusstsein und Passanten überlegen sich vielleicht nochmals, ob sie ihren Becher oder ihre PET-Flasche nicht doch lieber selber entsorgen möchten.

Photo by Gary Chan on Unsplash

Das Ganze hat mit unter Erik Huss in Stockholm in die Wege geleitet, nun gibt es aber auch auf Facebook verschiedenste Gruppen, in den angrenzenden Ländern aber auch in Deutschland, die sich treffen, um etwas gegen das Problem des “Litterings“ (auf Deutsch Vermüllung öffentlicher Strassen, Flächen und der Natur, durch achtloses Wegwerfen und Liegenlassen von Abfall) zu unternehmen. Er sagt bis jetzt seien schon über 80 Plogging-Events organisiert worden und er selber wäre garnicht mehr über alle informiert gewesen.

Hier könnt ihr auch ein Video dazu schauen.

Plogging ist nur eines von verschiedenen Müllsammel-Projekten auf der Welt, solche Aktionen gibt es oft in der Nähe von Gewässern, am Strand und an den Küsten wo das Problem auch in die Ozeane gelangt.

In Mumbai beispielsweise gelang es dem indischen Anwalt Afroz Shah im Oktober 2015, einen gesamten Strand von 7,2 Millionen Kilogramm Müll zu säubern, er begann eines Tages damit jedes Wochenende den Strand ein wenig aufzuräumen und tausende Helfer taten es ihm gleich.

Was macht man in der Schweiz?

Im Mai 2007 wurde die IGSU gegründet, die Interessensgemeinschaft für eine saubere Umwelt, dabei standen das Recyclingunternehmen IGORA-Genossenschaft für Aluminiumrecycling und PRS-Verein PET-Recycling Schweiz dahinter. Nun ist eine offene Plattform entstanden, welche dem Littering den Kampf angesagt hat verschiedene Partner, wie die MIGROS, Blick am Abend, Vetroswiss und viele Weitere unterstützen sie dabei.

Die IGSU, setzt sich unter anderem für eine Sensibilisierung an Schulen ein, sie beraten Gemeinden, entwickeln Plakate und organisieren jedes Jahr den Nationalen Clean-Up-Day. Dieses Jahr findet er am Freitag den 14. und Samstag den 15. September statt, man kann sich in der eigenen Gemeinde, Firma, Schule, Pfadi oder einem Verein zu einer Gruppe organisieren und gemeinsam ein Zeichen gegen Littering und für eine saubere Schweiz setzen.

Wenn ihr Lust habt könnt ihr euch hier für eine Aufräum-Aktion anmelden, wie wäre es zum Beispiel mit einem Plogging-Stadtlauf?

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